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    Compoundierung

    Herstellungsprozess von Compounds

    Herstellungsprozess von Compounds

     

    Nochmal zur Verinnerlichung: Als Compounds (engl. für Verbundstoff) werden Gemische aus sortenreinen Grundstoffen bezeichnet, denen zusätzliche Füll- und/oder Verstärkungsstoffe sowie andere Additive beigemischt worden sind.

    Das haben wir nun bereits einige Male erörtert – Zeit, sich in diesem Artikel mal dem Herstellungsverfahren solcher Compounds etwas eingehender zu widmen:
    Der Compoundierung – Etabliert hat sich deutschlandweit auf diesem Gebiet, also in der Herstellung spezifischer Kunden – Compounds, die baden – württembergische Aurora GmbH.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0, Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

     

    Der Herstellungsprozess von Compounds – Die Compoundierung

     

    Wie gesagt, es gibt den sortenreinen Grundstoff auf der einen Seite; Im Fall der Aurora GmbH den sortenreinen Kunststoff(abfall), und die entsprechenden Zusatzstoffe, welche im Herstellungsprozess beigemischt werden sollen.

    Diese Additive liegen in Form von Pulvern oder Flüssigkeiten vor. Eine Lösung der einzelnen Grundstoffe untereinander findet bei der Compoundierung nicht statt; Ziel ist es, die Eigenschaften der Grundstoffe auf einen bestimmten Anwendungsfall hin zu modifizieren.
    Eine besondere Herausforderung ist es dabei, über die Zeit eine mögliche Entmischung des Compounds zu vermeiden.

    In der Regel werden in einem sogenannten Doppelschnecken – Extruder, die Polymere, Fasern und die Additive zu einer homogenen Mischung verbunden. Der Doppelschnecken-Extruder ist mit einem Haupteinzug und Seiteneinzügen ausgestattet, welche so konstruiert sind, das die Zusatzstoffe stromabwärts in das bereits plastifizierte Polymer „fliessen“ und eingemischt werden können.

    Die Hauptkomponenten, also die Polymere, sowie Teile der Nebenkomponenten, die Additive, können mit Hilfe von Dosiergeräten zum Einen dem Haupteinzug zugeführt werden; Zum Anderen werden die Additive über weitere Dosiergeräte an den Seiteneinzügen dem Extruder zugeführt.

    Das homogen gemischte Compound wird anschliessend mittels sogenannter Strang-, Wasserring- oder Unterwassergranulierung zu dem Endprodukt, dem Granulat, verfestigt. Diese Granulate werden dann in einen Silo – Mischer befördert, wo das bereits compoundierte Material nochmals vor der Verpackung gemischt wird.

    Mit den entsprechenden Additiven entstehen…

    1. Füllstoff – Compounds

    Typische Endprodukte in denen Füllstoff – Compounds eingesetzt werden sind:

    •  Konsumartikel
    • Gartenmöbel
    • Haushaltsgeräte
    • Teile für die Automobilindustrie (z.B. in der Geräuschdämmung)

    Typische Materialien aus denen Füllstoff – Compounds hergesellt werden sind:
    PE, PP, PS, PVC, ABS, POM, PC, Füllstoffe, Additive, Farb – Masterbatches
    2. Faserverstärkte Compounds

    Typische Endprodukte in denen faserverstärkte Compounds eingesetzt werden sind:

    •  Teile für die Automobilindustrie
    • elektrische Stecker
    • Elektro – Gehäuse
    • Technische Bauteile

    Typische Materialien aus denen faserverstärkte Compounds hergestellt werden sind:
    PBT, PP, PA 6.6, Additive wie „schwer entlammbar“, Glasfasern, Füllstoffe

    Ein kleiner Compound hat grossen Anteil am Umweltschutz

    Ein kleiner Compound hat grossen Anteil am Umweltschutz

    Compounds sind Gemische aus sortenreinen Grundstoffen – in unserem Fall: sortenreine Kunststoffe, – denen zusätzliche Additive beigemischt worden sind. Der Herstellungsprozess von Compounds, nennt sich Compoundierung, wobei sich das jeweilige Endprodukt spezifisch nach den gewünschten Eigenschaften des späteren Bauteils herstellen lässt:

    • So können die mechanischen Eigenschaften des Grundstoffes verändert werden;
    • Über die Zugabe von Pigmenten beispielsweise kann eine vom Kunden gewünschte Farbeinstellung hergestellt werden;
    • Durch die Zugabe von Flammschutzmitteln kann verhindert werden, dass sich die von Natur aus sonst leicht entzündliche Kunstoffe, entzünden und
    • Es kann eine Zugabe von Stabilisatoren erfolgen.

    Deutschlandweit spezialisiert auf die Herstellung von kundenspezifischen Kunststoffcompounds hat sich die baden-württembergische Aurora GmbH. Und mit der Herstellung von Compounds als Form des Kunststoffrecyclings trägt das Unternehmen einen grossen Anteil zum Umweltschutz bei.

     

    Das Problem mit dem Kunststoff

    Kunststoffe werden zumeist durch chemische Verfahren aus natürlichen Rohstoffen wie Erdöl, Kohle, Erdgas oder auch aus nachwachsenden Pflanzen hergestellt. Das sind alles fossile Rohstoffe, was heißt, sie stehen uns nicht unbegrenzt dauerhaft zur Verfügung. Das ist der erste Grund, was ein Recycling und damit Wiederverwerten der Kunststoffe sinnvoll macht.

    Desweiteren sind viele Kunststoffe gegen Umwelteinflüsse und biologische Abbauprozesse äußerst widerstandsfähig, was heist, sie werden von der Natur nicht mehr „zurückgenommen“ und können diese daher nachhaltig schädigen – Der zweite Grund dafür, Kunststoffabfälle zu recyceln und wiederzuverwerten.

     

    Wie wird sortenreiner Kunststoff wiederverwertet?

    Am besten lassen sich Kunststoffabfälle zu neuen Produkten recyceln, wenn sie sortenrein anfallen, also als reine Polyamide, Polyethylene, usw. Sortenreiner Kunststoffabfall hat als Werkstoff nicht nur die gleiche Wertigkeit wie Neuware; Sondern kann wie eingangs erwähnt durch die Herstellung von Compounds und Zugabe von speziellen Additiven, noch optimiert werden.

    Aus Styropor, wohl jedem als Verpackungsmaterial bekannt, lassen sich beispielsweise Kugelschreiber, Handyschalen oder Taschenrechner – Gehäuse fertigen. CDs, die hauptsächlich aus Polycarbonat bestehen, lassen sich zu Computer- und Bildschirmgehäusen verarbeiten. PET-Flaschen werden nicht ausschließlich nur zu Textilfasern umgeschmolzen; ein Teil dieses Kunststoffabfalls wird wieder zur Flaschenherstellung genutzt; und in ganz aussergewöhnlichen Recyclingprojekten wird der Plastikmüll zu Hohlformen gegossen und wieder als Baustoff verwendet.

     

    Beschluss des Europäischen Parlaments im Januar 2014

    Das Parlament hat sich Anfang diesen Jahres eingehend mit dem großen Problem der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll beschäftigt und hat aufgezeigt, wie wir in Zukunft damit umgehen müssen: Schlechte Gewohnheiten ändern und Verantwortung für unsere Erzeugnisse übernehmen; Und zwar von der Herstellung bis zur Entsorgung! Indem jeder Einzelne die Produkte verantwortungsbewusst verwendet und wir diese so oft wie möglich wiederverwerten, schaffen wir den Übergang zu einer „Kreislaufwirtschaft„. So halten wir nicht nur unsere Umwelt sauberer, sondern schaffen in der Recyclingbranche sogar zusätzliche Arbeitsplätze.

    Die Abgeordneten schlagen demnach vor, verbindliche Ziele für die Sammlung – und Sortierung von Kunststoffabfällen auf EU-Ebene vorzuschreiben. Die Kriterien für das Sammeln, Sortieren und Recyceln sollen unter gleichen Wettbewerbsbedingungen eingeführt werden; so dass eine Wiederaufbereitung von Kunststoffabfällen schlichtweg einfacher und damit attraktiver für die Unternemen gemacht wird.

    Kunststoff Compounds

    Compoundierung von Kunststoffen

    Kunststoff Compounds effizient modifiziert.

    Das modifizieren von Polymeren macht diese besonders, so werden mindestens zwei Stoffe miteinander verbunden, die beispielsweise zu erhöhtem UV-Schutz führen oder Kunststoffe besonders robust machen. Compounds können hitzebeständig sein, weich, besondere Farben leisten, erhöhte Verarbeitungsmöglichkeiten und vieles mehr. Modifizierung stets am Zahn der Zeit, individuell und den Compound Anforderungen der Kunden angepasst.

    In der Compoundierung wird ständig an weiteren Verbindungen geforscht, um dem Kunststoffmarkt effektive und bestens zu verarbeitende Materialien zur Verfügung zu stellen.

    Für Compounds werden ausschließlich hochwertige Basisstoffe (sortenreine Kunststoffe) und Zusatzstoffe (Additive) verwendet, um beste Ergebnisse  zu erzielen. Nur qualitativ hochwertige Compounds haben eine lange Lebensdauer und werden den Anforderungen in der Verwendung des Compound gerecht. Durch moderne Produktionsanlagen, eigenem Labor für Analyse und Entwicklung sowie sensiblen Prüfmechanismen kann AURORA Kunststoffe GmbH immer höchste Qualität für die unterschiedlichsten Branchen gewährleisten.