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    Aurora GmbH

    Herstellung von Recompounds muß äußerst sorgsam geschehen

    Herstellung von Recompounds muß äußerst sorgsam geschehen

    Die badenwürttembergische Aurora GmbH hat sich deutschlandweit darin spezialisiert, wertvolle Kunststoffe aus Produktionsabfällen zu gewinnen. Dabei sind Kunststoff-Metallverbindungen, auch Gewebe und Vliesstoffe typische solcher Abfälle, die zu Compounds und Recompounds verarbeitet werden. Bei den technischen Kunststoffen die entstehen, kann Aurora seinen Kunden eine langfristige Verfügbarkeit mit gleichbleibender Qualität bieten. Aurora liefert Recompounds mit mechanischen und/oder chemischen Eigenschaften, die den Eigenschaften fabrikneuer Materialien sehr nahe kommen. Im einzelnen können diese aufbereiteten Kunststoffe sogar in spezifischen Aspekten gegenüber dem Ausgangsstoff verbessert sein.

    Aurora Kunststoffe GmbH, Max-Eyth-Str. 14-16, 74632 Neuenstein

    Recompounds sind also eine günstige Recycling-Alternative zu kostenintensiver Neuware, die dazu noch speziell auf Kundenanforderungen abgestimmt sind. Die  Recompounds werden grundsätzlich aus sortenreinen Produktionsrückständen und sortenreinen, gebrauchten Kunststoffen gefertigt. Die „Rezepturen“, also die Zusatzstoffe mit denen die Ausgangsmaterialien versetzt werden, sind individuell auf die spezifischen Produktionsbedingungen und Anwendungen des jeweiligen Kunden abgestimmt.

    Die Kunststoffverwertung in der Automobilindustrie

    Eine EU-Richtlinie ( genau: 2000/53/EG) über Altfahrzeuge sah bis 2014 die Verwertung und Wiederverwendung von mindestens 85 Prozent des durchschnittlichen Fahrzeuggewichts pro Jahr bei allen Altfahrzeugen vor. Seit Januar diesen Jahres soll diese Quote der Altfahrzeugrichtlinie (siehe Begriffserlärung) mindestens 95 Prozent des durchschnittlichen Fahrzeuggewichts betragen.

    Bei den Kunststoffteilen im Automobilbau handelt es sich meist um Spritzgussteile wie Komponenten von Armaturentafeln, Stoßfängern, Tanks für diverse Flüssigkeiten, Griffe, Knöpfe, Gehäuse, Behälter, Klemmen und Buchsen. Die Herausforderung beim Recycling dieser Kunststoffe besteht darin, das die Komponenten oft mit Glas- oder Karbonfasern oder Glaskugeln verstärkt sind. Daher stellen Kunststoffteile aus der Automobilindustrie besondere Ansprüche an das Recyclingverfahren – Denn das recycelte Produkt, die Recompounds, müssen hochwertig sein, um sich zur Weiterverarbeitung in den spezifischen Anwendungen auch zu eignen.

    So wird der Kunststoff gesäubert:

    Um hochwertige Recompounds herzustellen, die problemlos wiederverwendet werden können, müssen sämtliche Fremdstoffe aus den Kunststoffabfällen gründlich beseitigt werden – Das meint der Begriff „sortenrein„, der hier schon gefallen ist. Die Aufbereitung solcher verunreinigten Teile ermöglichen spezielle Extrudermodule in denen eine Hochvakuum-Absaugung stattfindet. Je nach Art der Verunreinigung kommen dabei verschiedene Filtersysteme zum Einsatz.

    Nach der sortenreinen und sauberen Verarbeitung kommt es zur werkstofflichen Verwertung; Dabei handelt es sich um ein mechanisches Verfahren, bei dem die Kunststoffe sortiert, zerkleinert, und gewaschen werden. Eine „saubere“ Arbeit ist hier absolut notwendig, damit bei der Herstellung der Recompounds kein Qualitätsverlust stattfindet und die Recompounds nicht nur für technisch weniger anspruchsvolle Sekundärprodukte verwendet werden können. Nicht selten werden die produzierten Recompounds für die gleichen Anwendungen genutzt, aus denen sie als Kunststoffabfall hervorgegangen sind.

    Kurze Begriffserklärung

    Recycling ist laut EG-Altfahrzeugrichtlinie „… die in einem Produktionsprozess erfolgende Wiederaufarbeitung der Abfallmaterialien für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke, jedoch mit Ausnahme der direkten energetischen Verwertung“.

    Energetische Verwertung ist laut EG-Altfahrzeugrichtlinie „… Verwendung von brennbarem Abfall zur Energieerzeugung durch direkte Verbrennung mit oder ohne Abfall anderer Art, aber mit Rückgewinnung der Wärme …“.

    (Quelle: Wikipedia)

    Recompounds entstehen also durch Recyclingprozesse von Kunststoffabfällen. Je nachdem, um welche Abfallströme es sich handelt, kommen beim Recycling verschiedene Anwendungen zum Einsatz. Für alle Herstellungsprozesse von Recompounds gilt aber die gleiche goldene Regel: Um ein wirklich qualitativ hochwertiges Substitut zu Neuware zu erhalten, müssen die Reinigungs- und Recyclingprozesse mit äußester Sorgfalt durchgeführt werden.

     

    Pa-compounds gibt es in unterschiedlichsten Zusammensetzungen

    Pa-compounds gibt es in unterschiedlichsten Zusammensetzungen

    Polyamide sind die wichtigsten technischen Werkstoffe, wenn es um die Verarbeitung von Kunststoffen geht. Die entscheidenden Vorteile von Polyamid sind dessen hohe Schlagzähigkeit, das sehr gute Gleit- und Reibverhalten, verbunden noch mit den hervorragenden thermischen Eigenschaften.

    Diese zugrundeliegenden positiven Werkstoffeigenschaften von Polyamid, verbindet die Aurora GmbH dann zu kundenoptimierten pa- Compounds.

    Compounds sind Mischungen von Polyamiden je nachdem mit Verarbeitungshilfsmitteln, Verstärkungsmitteln, Füllstoffen, Farbstoffen oder anderer Zusatzstoffe, zur Erfüllung ganz spezifischer Kundenanforderungen.

    Die in den Polyamid-Compounds eingearbeiteten Zusatzstoffe, ermöglichen dann einem mechanisch belasteten Bauteil eine noch bessere Steifigkeit, höhere mechanische Festigkeit sowie Wärmeformbeständigkeit.

    Aurora Kunststoffe GmbH, Max-Eyth-Str. 14-16, 74632 Neuenstein

    So funktioniert die Compoundiertechnik

    Die Compoundiertechnik setzt sich im Allgemeinen wie folgt zusammen:

    • aus einer Volumetrisch oder gravimetrisch arbeitenden Dosiertechnik
    • Fördertechnik gesehen, pneumatisch oder mechanisch
    • mit einem Extruder mit gleichsinnig rotierenden Doppelschnecken oder einem Ko-Kneter als modifizierter Einschneckenextruder
    • mit nachgeschalteter Stranggranulierung, Heißabschlag oder einer Unterwassergranulierung
    • anschließende Weiterförderung der Granulate in ein Fertigwarensilo
    • Abfüllung in bestimmte kg- Säcke, Oktabins oder Big-Bags

    Pa-compounds gibt es beispielsweise mit folgenden kundenspezifischen Ausrüstungen:

    • Glasfaserverstärkung
    • Glaskugelverstärkung
    • Hybridverstärkung aus Glasfasern oder Glaskugeln
    • Carbonfaserverstärkung
    • CNT
    • Elastomermodifikation
    • Flammschutz halogenhaltig
    • Flammschutz halogenfrei

    Die Aurora GmbH erstellt auch gerne Sonderrezepturen auf Anfrage  und macht ihnen ein individuelles Angebot für ihre pa-Compounds. 

    Welche Zusatzstoffe bewirken was?

    1. Ein Schlagzähmodifikator

    Durch die Einarbeitung eines sogenannten Schlagzähmodifikators, kann der Mangel des urtypischen Polyamides, hart und spröde im trockenen Zustand zu sein, gemindert oder gar ganz aufgehoben werden. Der Schlagzähmodifikator ist meist ein Polymer mit entsprechenden guten Schlagzäheigenschaften. Die so hergestellte Kombination zweier oder mehrerer Polymerer nennt man dann Blend.

    2. Die Glasfaserverstärkung

    Glasfaserverstärkte Polyamide zählen zu den technischen Kunststoffen die als Handelsprodukt den höchsten Anteil am Gesamtumsatz ausmachen. Glasfaserverstärkung nimmt man vor, um die Erhöhung der Dichte, der Härte, der Festigkeit, und der Wärmeformbeständigkeit zu erreichen.

    3. Die Füllung mit Glaskugeln

    Bei den glaskugelgefüllten Pa-compounds kommt es hauptsächlich auf die Formstabilisierung an. Glaskugeln haben Füllstoffcharakter aber im Gegensatz zu Glasfasern, keinen Verstärkungscharakter.

    4. Versetzung mit Flammschutzmitteln

    Flammschutzadditive in pa-compounds müssen zwischen 300 °C  und 360 °C aktiv werden, um den Verbrennungsprozeß tatsächlich zu unterbinden. Flammschutzadditive können physikalisch und / oder chemisch wirken. Für Polyamid finden hauptsächlich folgende Flammschutzmittel in der Praxis Anwendung:

    • Phosphorhaltige Addititve; wichtigster Vertreter dieser Gruppe ist der rote Phosphor
    • Halogenhaltige Additive; dazu zählen Brom- und Chlorhaltige Flammschutzmittel
    • Mineralien als Additive; das ist für pa-compounds hauptsächlich Magnesiumhydroxid

     

     

     

     

    Viele Einsatzgebiete für recycelte ABS Compounds

    Viele Einsatzgebiete für recycelte ABS Compounds

    Recycelte Kunststoffe aus Industrie und Handel sind ein kostengünstiger und wiederverwertbarer Werkstoff nach Maß. Durch vielfältige Variationen ihrer Zusammensetzung und Zusätze, entwickeln Kunststoffcompounds ein großes Spektrum an Eigenschaften. Dies soll hier ganz allgemein einmal alles kurz aufgeführt werden – Daneben erklärt der Text aber auch den besonderen Einsatz von ABS Compounds in der Automobilindustrie.

    ABS Compounds zeichnen sich besonders durch ihre hohe Wärmeformbeständigkeit aus, durch die hohe chemische Beständigkeit sowie durch gute Witterungsbeständigkeit. ABS Kunststoffe sind ausgezeichnet schweiß- und klebbar und auch sonst leicht bearbeitbar. ABS eignet sich auch besonders gut zum Beschichten mit Metallen und Polymeren; Dies macht es beispielsweise möglich, eine verchromte Oberfläche auf einem Kunststoffteil zu erhalten.

    Deutschlandweit spezialisiert auf die Herstellung verschiedener Compounds aus recycelten Kunststoffen hat sich die Aurora GmbH.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0,
    Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

    Die Eigenschaften von ABS Compounds im Überblick

    • hohe Oberflächenhärte
    • gute Schlagfestigkeit
    • kratzfeste und mattglänzende Oberflächen
    • gute Beständigkeit gegen wässrige Chemikalien
    • kann mit Methyl-Ethyl-Keton (MEK) geklebt werden
    • nicht beständig gegen Lösungsmittel
    • kann in beliebigen Farbgebungen produziert werden

    Typische allgemeine Anwendungsbereiche von ABS Compounds

    • ABS-Platten und Folien
    • Sichtteile
    • Gehäuse
    • Bauklötzer
    • Optik, Brillenfassungen

     

    Kunststoff-Einsatz im Auto

    Gerade in Autos findet man große Mengen von recyceltem Kunststoff, aus denen gut und gerne einige hundert Teile in Kraftfahrzeugen gefertigt werden. Dabei sind etwa drei Viertel der im Automobilbau verwendeten Kunststoffarten Polyurethan (PUR), Polyvinylchlorid (PVC) und eben Acryl-Butadien-Styrol (ABS).

    • Karosserieteile
    • Armaturenbrett
    • Kabel mit PVC-Ummantelung
    • Sitzbezüge
    • Lenkrad
    • Dichtungsmassen
    • Abdeckungen der Lichter aus Plexiglas
    • Gefäß für die Scheibenwaschanlageflüssigkeit
    • Reifen aus Gummi
    • Stoßstangen
    Darum ist der Einsatz von ABS im Auto so begehrt

    Aus ABS Compounds baut man in der Automobilindustrie hauptsächlich:

    • Verkleidungen
    • Konsolen
    • Instrumentengehäuse
    • Innen- und Außenspiegelverkleidungen
    • Bauteile von Heizungs- und Lüftungsanlagen.

    Da ABS Kunststoffe sich leicht galvanisieren lassen, verbergen sie sich auch oft hinter verchromten Kühlergrills und Zierleisten. Spoiler und Stoßstangen werden ebenfalls daraus gefertigt.

    Neben der Gewichtsersparnis bieten ABS– und andere Kunststoffe eine gute Korrosionsfreiheit, eine sicherheitsfördernde Nachgiebigkeit und eine nahezu unbegrenzte Formbarkeit. Zudem wirken sie geräuschdämpfend und bieten eine gute Wärmedämmung aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit.

    Die Anwendungsgebiete von ABS Compounds sind also so vielfältig, weil die Eigenschaften des recycelten Kunststoffes es eben auch sind. Nicht nur in der Automobilindustrie kommen diese und andere Compoundformen sehr häufig zum Einsatz.

    Mahlgut entsteht aus vielen verschiedenen Kunststofftypen

    Mahlgut entsteht aus vielen verschiedenen Kunststofftypen

    Mahlanlagen sind in der Lage alle möglichen Kunststoffsorten– und typen einzumahlen. Die Kunststoffe werden beim Mahlprozess entstaubt, entmetallisiert und gesiebt; Bei diesen Prozessen werden alle störenden Faktoren für die Weiterverarbeitung als Mahlgut herausgefiltert.

    Das qualitativ sehr gute Mahlgut der Aurora GmbH entsteht vor allem durch das Kontrollieren und Sortieren der angelieferten Kunststoffabfälle. Dies geschieht kontinuirlich vor bzw. während des Mahlens. Daher kann auch ein vermischt angeliefertes Material sauber eingemahlt werden.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0

    Die Vielzahl an Kunststoffen und deren unterschiedliche Eigenschaften sind so umfangreich, dass eine komplette Auflistung in diesem Blogtext unmöglich ist. Im Folgenden werden deshalb vornehmlich die Kunststoffgruppen beschrieben, welche auch in anderen Blogtexten schon Behandlung erfuhren und welche hauptsächlich von der Aurora GmbH zu Mahlgut verarbeitet werden.

    Verschiedene Kunststofftypen und deren Eigenschaften

    1. Acryinitril-Butadien-Styrol, kurz: ABS

    ABS ist ein amorpher Thermoplast – Kunststoff, der gute mechanische Eigenschaften genauso wie eine gute Beständigkeit gegen Chemikalien mitbringt; So ist ABS – Kunststoffmahlgut für viele Kunden ein ideales kosteneffektives Material.

    Eigenschaften:

    • Einsatztemperaturbereich ca. -40 – +100 °C
    • Hohe Schlag-, Kerbschlag- und Kratzfestigkeit
    • Geringe elektrostatische Aufladung
    • Relativ geringe Wasseraufnahme
    • Geringe Spannungsrissbildung
    • Kann geklebt werden
    • Brennbar
    • Nicht beständig gegen Lösungsmittel, Benzol und konzentrierte Mineralsäuren
    • Leicht einzufärben
    • Geringes Gewicht
    • Ausgezeichnete Isolationseigenschaften

    Verwendung:

    Die weltweite Nachfrage nach ABS Kunststoffen dominieren Haushalts- und Konsumprodukte; So werden weit mehr als 50% der ABS – Produktion in Westeuropa von der Automobil- und Elektroindustrie verwendet.
    ABS eignet sich gut zum Beschichten mit Metallen – dem sogenanten Galvanisieren. Dieser Prozess macht es beispielsweise möglich, eine verchromte Oberfläche auf einem Kunststoffteil zu erhalten.
    Beispiele für den Einsatz von ABS sind:

    • thermogeformte Teile aus Platten und Folien
    • Automobil- und Elektronikteile
    • Motorradhelme
    • Spielzeug, zum Beispiel Lego-Bausteine
    • Gehäuse von Elektrogeräten und Computern
    • in der Möbelindustrie
    • Musikinstrumente, zum Beispiel Klarinetten- und Saxophon
    • in 3D-Druckern

    2.  Polyamid, kurz: PA

    In seiner Grundform ist PA ein milchig weißer thermoplastischer Kunststoff, der durch Einfärbungen in jeder erdenklichen Farbe erhältlich ist. PA lässt sich zudem sägen, bohren,fräsen, drehen, schleifen, polieren, verschweißen, lackieren und bedrucken.

    Eigenschaften:

    • Einsatztemperaturbereich ca. -40 – +80° C
    • Hohe Festigkeit, Zähigkeit und Abrieb- und Verschleißfestigkeit
    • Gute Beständigkeit gegenüber Chemikalien
    • Alterungsbeständig
    • Fast keine elektrostatische Aufladung
    • Gute Spannungsrissfestigkeit
    • Brennt tropfend
    • Nicht beständig gegen starke mineralische Säuren und Laugen
    • Nimmt etwas Wasser auf
    • Erhitztes PA ist nicht lebensmittelsicher
    • Verklebungen nicht sehr haltbar
    • Schlagzäh, abriebfest, schwingungsdämpfend
    • Verfügt über gute Gleit- und Notlaufeigenschaften

    Verwendung:

    PA findet vor allem Anwendung im Maschinenbau in Form von Zahnrädern, Lagern, Gleitelementen und Blasteilen. PA eignet sich auch besonders für Rohre, Leitungssysteme und Profile;
    Des weiteren für Fasern und Gewebe (wie Perlon oder Nylon).
    3. Polybutylenterephthalat, kurz: PBT

    PBT ist ein thermoplastischer teilkristalliner Kunststoff der Polyesterfamilie. Er hebt sich durch seine hohe Festigkeit, Steifigkeit und Formbeständigkeit bei Wärmeeinwirkung extrem hervor. Zudem zeigt PBT, wie die Polyester allgemein, sehr gute Reibungs- und Verschleißeigenschaften.

    Eigenschaften:

    • geringe Wasseraufnahme
    • gutes Gleitvermögen
    • hohe Verschleißfestigkeit
    • hohe Festigkeit und Steifigkeit
    • hohe Schlagzähigkeit
    • gute Zerspanbarkeit
    • gute Klebeigenschaften
    • gute Schweißbarkeit
    • gute Wärmealterungseigenschaften

    Verwendung:

    Für hochwertige und hochbelastbare technische Teile in vielen industriellen Bereichen im Innen, als auch im Außenbereich wird vornehmlich PBT eingesetzt.
    Im Maschinen- und Anlagenbau beispielsweise als:

    • Zahnräder
    • Hebel
    • Griffe
    • Steuerscheiben
    • Nocken
    • Lager
    • Gleitelemente
    • Ventilteile – Schrauben
    • Steckerleisten
    • Pumpengehäuse und Räder

    Teile für Haushaltsgeräte wie:

    • Kaffeemaschinen
    • Eierkocher
    • Toaster
    • Haartrockner
    • Staubsauger
    • Kochgeräte

    Herstellungsprozess von Compounds

    Herstellungsprozess von Compounds

     

    Nochmal zur Verinnerlichung: Als Compounds (engl. für Verbundstoff) werden Gemische aus sortenreinen Grundstoffen bezeichnet, denen zusätzliche Füll- und/oder Verstärkungsstoffe sowie andere Additive beigemischt worden sind.

    Das haben wir nun bereits einige Male erörtert – Zeit, sich in diesem Artikel mal dem Herstellungsverfahren solcher Compounds etwas eingehender zu widmen:
    Der Compoundierung – Etabliert hat sich deutschlandweit auf diesem Gebiet, also in der Herstellung spezifischer Kunden – Compounds, die baden – württembergische Aurora GmbH.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0, Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

     

    Der Herstellungsprozess von Compounds – Die Compoundierung

     

    Wie gesagt, es gibt den sortenreinen Grundstoff auf der einen Seite; Im Fall der Aurora GmbH den sortenreinen Kunststoff(abfall), und die entsprechenden Zusatzstoffe, welche im Herstellungsprozess beigemischt werden sollen.

    Diese Additive liegen in Form von Pulvern oder Flüssigkeiten vor. Eine Lösung der einzelnen Grundstoffe untereinander findet bei der Compoundierung nicht statt; Ziel ist es, die Eigenschaften der Grundstoffe auf einen bestimmten Anwendungsfall hin zu modifizieren.
    Eine besondere Herausforderung ist es dabei, über die Zeit eine mögliche Entmischung des Compounds zu vermeiden.

    In der Regel werden in einem sogenannten Doppelschnecken – Extruder, die Polymere, Fasern und die Additive zu einer homogenen Mischung verbunden. Der Doppelschnecken-Extruder ist mit einem Haupteinzug und Seiteneinzügen ausgestattet, welche so konstruiert sind, das die Zusatzstoffe stromabwärts in das bereits plastifizierte Polymer „fliessen“ und eingemischt werden können.

    Die Hauptkomponenten, also die Polymere, sowie Teile der Nebenkomponenten, die Additive, können mit Hilfe von Dosiergeräten zum Einen dem Haupteinzug zugeführt werden; Zum Anderen werden die Additive über weitere Dosiergeräte an den Seiteneinzügen dem Extruder zugeführt.

    Das homogen gemischte Compound wird anschliessend mittels sogenannter Strang-, Wasserring- oder Unterwassergranulierung zu dem Endprodukt, dem Granulat, verfestigt. Diese Granulate werden dann in einen Silo – Mischer befördert, wo das bereits compoundierte Material nochmals vor der Verpackung gemischt wird.

    Mit den entsprechenden Additiven entstehen…

    1. Füllstoff – Compounds

    Typische Endprodukte in denen Füllstoff – Compounds eingesetzt werden sind:

    •  Konsumartikel
    • Gartenmöbel
    • Haushaltsgeräte
    • Teile für die Automobilindustrie (z.B. in der Geräuschdämmung)

    Typische Materialien aus denen Füllstoff – Compounds hergesellt werden sind:
    PE, PP, PS, PVC, ABS, POM, PC, Füllstoffe, Additive, Farb – Masterbatches
    2. Faserverstärkte Compounds

    Typische Endprodukte in denen faserverstärkte Compounds eingesetzt werden sind:

    •  Teile für die Automobilindustrie
    • elektrische Stecker
    • Elektro – Gehäuse
    • Technische Bauteile

    Typische Materialien aus denen faserverstärkte Compounds hergestellt werden sind:
    PBT, PP, PA 6.6, Additive wie „schwer entlammbar“, Glasfasern, Füllstoffe

    Beispiele für fortschrittlichen Recompound

    Beispiele für fortschrittlichen Recompound

    Recompounds sind eine kostengünstige Recycling – Alternative zu Neuware. Sie werden speziell auf Kunden – Anforderungen abgestimmt und aus sortenreinen Produktionsrückständen oder sortenreinen, gebrauchten Kunststoffen gefertigt. Die Rezepturen werden individuell auf die spezifischen Produktionsbedingungen abgestimmt.
    So lassen sich aus Recompounds anspruchsvolle Bauteile fertigen – zum Beispiel bieten sie der Automobilindustrie zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Das Spektrum beginnt bei aufbereiteten Standardkunststoffen und reicht bis zu multifunktionalen Hochleistungscompounds. Recompounds bieten zudem durch Zugabe von Additiven, zum Beispiel Stabilisatoren, Pigmenten, Flammschutzmitteln oder Fließverbesserern, maßgeschneiderte Eigenschaftskombinationen.
    Deutschlandweit etabliert in der Herstellung solcher Recompounds hat sich die Aurora GmbH.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0, Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

    Fortschrittliche Beispiele für den Einsatz von Recompounds

    Die Zylinderkopfhaube für Volkswagen

    Der neue, laut Hersteller erstmals in Europa eingesetzte Werkstoff besteht komplett aus Recompounds. Aus aufbereitetem Recyclingkunststoff entstand die Zylinderkopfhaube für die 3,2- und 3,6-Liter-V6-FSI-Motoren von Volkswagen. Der Recyclingkunststoff ist Kunststoffen aus Neugranulat qualitativ ebenbürtig – das gilt generell für Recompounds. Die neue Zylinderkopfhaube zeichnet sich darum also durch Umweltfreundlichkeit aus – auch das gilt generell für Recompounds.  Laut Hersteller bietet die Zylinderkopfhaube durch entsprechende Additive zugleich eine deutlich reduzierte Verzugsneigung und somit verbesserte Dichtheit.
    Im Motorraum standen der Verwendung von Recyclingkunststoffen bisher die hohen Anforderungen an die Hitze- und Säurebeständigkeit entgegen, die nun erfüllt werden. Das Material setzt sich aus Polyamidfasern zusammen, die tatsächlich aus Teppichresten stammen. Der Hersteller setzt diese Materialien bereits seit mehr als zehn Jahren ein, beispielsweise bei Luftfiltergehäusen.

    Laser statt Etikett

    Ein weiteres aktuelles Beispiel für eine kundenspezifische Recompoundierung stammt aus der Familie der PP Recompounds. Hier setzte ein Automobilzulieferer einen speziellen Typ für ein Bauteil im Motorraum ein und entschied sich, die Formteile per Laser zu beschriften, statt sie mit den üblichen Haftetiketten zu kennzeichnen. Die bisher eingesetzte Technik lieferte allerdings unbefriedigende Ergebnisse hinsichtlich Kontrast und Kantenschärfe. Durch Verwendung von lasersensitiven Additiven wurde nun die Rezeptur modifiziert und entsprechend verbessert. Der neue, modifizierte PP Recompound liefert jetzt kontrastreiche, scharf abgegrenzte Markierungen sowie einen steuerbaren Farbwechsel.

    Ein kleiner Compound hat grossen Anteil am Umweltschutz

    Ein kleiner Compound hat grossen Anteil am Umweltschutz

    Compounds sind Gemische aus sortenreinen Grundstoffen – in unserem Fall: sortenreine Kunststoffe, – denen zusätzliche Additive beigemischt worden sind. Der Herstellungsprozess von Compounds, nennt sich Compoundierung, wobei sich das jeweilige Endprodukt spezifisch nach den gewünschten Eigenschaften des späteren Bauteils herstellen lässt:

    • So können die mechanischen Eigenschaften des Grundstoffes verändert werden;
    • Über die Zugabe von Pigmenten beispielsweise kann eine vom Kunden gewünschte Farbeinstellung hergestellt werden;
    • Durch die Zugabe von Flammschutzmitteln kann verhindert werden, dass sich die von Natur aus sonst leicht entzündliche Kunstoffe, entzünden und
    • Es kann eine Zugabe von Stabilisatoren erfolgen.

    Deutschlandweit spezialisiert auf die Herstellung von kundenspezifischen Kunststoffcompounds hat sich die baden-württembergische Aurora GmbH. Und mit der Herstellung von Compounds als Form des Kunststoffrecyclings trägt das Unternehmen einen grossen Anteil zum Umweltschutz bei.

     

    Das Problem mit dem Kunststoff

    Kunststoffe werden zumeist durch chemische Verfahren aus natürlichen Rohstoffen wie Erdöl, Kohle, Erdgas oder auch aus nachwachsenden Pflanzen hergestellt. Das sind alles fossile Rohstoffe, was heißt, sie stehen uns nicht unbegrenzt dauerhaft zur Verfügung. Das ist der erste Grund, was ein Recycling und damit Wiederverwerten der Kunststoffe sinnvoll macht.

    Desweiteren sind viele Kunststoffe gegen Umwelteinflüsse und biologische Abbauprozesse äußerst widerstandsfähig, was heist, sie werden von der Natur nicht mehr „zurückgenommen“ und können diese daher nachhaltig schädigen – Der zweite Grund dafür, Kunststoffabfälle zu recyceln und wiederzuverwerten.

     

    Wie wird sortenreiner Kunststoff wiederverwertet?

    Am besten lassen sich Kunststoffabfälle zu neuen Produkten recyceln, wenn sie sortenrein anfallen, also als reine Polyamide, Polyethylene, usw. Sortenreiner Kunststoffabfall hat als Werkstoff nicht nur die gleiche Wertigkeit wie Neuware; Sondern kann wie eingangs erwähnt durch die Herstellung von Compounds und Zugabe von speziellen Additiven, noch optimiert werden.

    Aus Styropor, wohl jedem als Verpackungsmaterial bekannt, lassen sich beispielsweise Kugelschreiber, Handyschalen oder Taschenrechner – Gehäuse fertigen. CDs, die hauptsächlich aus Polycarbonat bestehen, lassen sich zu Computer- und Bildschirmgehäusen verarbeiten. PET-Flaschen werden nicht ausschließlich nur zu Textilfasern umgeschmolzen; ein Teil dieses Kunststoffabfalls wird wieder zur Flaschenherstellung genutzt; und in ganz aussergewöhnlichen Recyclingprojekten wird der Plastikmüll zu Hohlformen gegossen und wieder als Baustoff verwendet.

     

    Beschluss des Europäischen Parlaments im Januar 2014

    Das Parlament hat sich Anfang diesen Jahres eingehend mit dem großen Problem der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll beschäftigt und hat aufgezeigt, wie wir in Zukunft damit umgehen müssen: Schlechte Gewohnheiten ändern und Verantwortung für unsere Erzeugnisse übernehmen; Und zwar von der Herstellung bis zur Entsorgung! Indem jeder Einzelne die Produkte verantwortungsbewusst verwendet und wir diese so oft wie möglich wiederverwerten, schaffen wir den Übergang zu einer „Kreislaufwirtschaft„. So halten wir nicht nur unsere Umwelt sauberer, sondern schaffen in der Recyclingbranche sogar zusätzliche Arbeitsplätze.

    Die Abgeordneten schlagen demnach vor, verbindliche Ziele für die Sammlung – und Sortierung von Kunststoffabfällen auf EU-Ebene vorzuschreiben. Die Kriterien für das Sammeln, Sortieren und Recyceln sollen unter gleichen Wettbewerbsbedingungen eingeführt werden; so dass eine Wiederaufbereitung von Kunststoffabfällen schlichtweg einfacher und damit attraktiver für die Unternemen gemacht wird.