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    Altfahrzeugrichtlinie

    Herstellung von Recompounds muß äußerst sorgsam geschehen

    Herstellung von Recompounds muß äußerst sorgsam geschehen

    Die badenwürttembergische Aurora GmbH hat sich deutschlandweit darin spezialisiert, wertvolle Kunststoffe aus Produktionsabfällen zu gewinnen. Dabei sind Kunststoff-Metallverbindungen, auch Gewebe und Vliesstoffe typische solcher Abfälle, die zu Compounds und Recompounds verarbeitet werden. Bei den technischen Kunststoffen die entstehen, kann Aurora seinen Kunden eine langfristige Verfügbarkeit mit gleichbleibender Qualität bieten. Aurora liefert Recompounds mit mechanischen und/oder chemischen Eigenschaften, die den Eigenschaften fabrikneuer Materialien sehr nahe kommen. Im einzelnen können diese aufbereiteten Kunststoffe sogar in spezifischen Aspekten gegenüber dem Ausgangsstoff verbessert sein.

    Aurora Kunststoffe GmbH, Max-Eyth-Str. 14-16, 74632 Neuenstein

    Recompounds sind also eine günstige Recycling-Alternative zu kostenintensiver Neuware, die dazu noch speziell auf Kundenanforderungen abgestimmt sind. Die  Recompounds werden grundsätzlich aus sortenreinen Produktionsrückständen und sortenreinen, gebrauchten Kunststoffen gefertigt. Die „Rezepturen“, also die Zusatzstoffe mit denen die Ausgangsmaterialien versetzt werden, sind individuell auf die spezifischen Produktionsbedingungen und Anwendungen des jeweiligen Kunden abgestimmt.

    Die Kunststoffverwertung in der Automobilindustrie

    Eine EU-Richtlinie ( genau: 2000/53/EG) über Altfahrzeuge sah bis 2014 die Verwertung und Wiederverwendung von mindestens 85 Prozent des durchschnittlichen Fahrzeuggewichts pro Jahr bei allen Altfahrzeugen vor. Seit Januar diesen Jahres soll diese Quote der Altfahrzeugrichtlinie (siehe Begriffserlärung) mindestens 95 Prozent des durchschnittlichen Fahrzeuggewichts betragen.

    Bei den Kunststoffteilen im Automobilbau handelt es sich meist um Spritzgussteile wie Komponenten von Armaturentafeln, Stoßfängern, Tanks für diverse Flüssigkeiten, Griffe, Knöpfe, Gehäuse, Behälter, Klemmen und Buchsen. Die Herausforderung beim Recycling dieser Kunststoffe besteht darin, das die Komponenten oft mit Glas- oder Karbonfasern oder Glaskugeln verstärkt sind. Daher stellen Kunststoffteile aus der Automobilindustrie besondere Ansprüche an das Recyclingverfahren – Denn das recycelte Produkt, die Recompounds, müssen hochwertig sein, um sich zur Weiterverarbeitung in den spezifischen Anwendungen auch zu eignen.

    So wird der Kunststoff gesäubert:

    Um hochwertige Recompounds herzustellen, die problemlos wiederverwendet werden können, müssen sämtliche Fremdstoffe aus den Kunststoffabfällen gründlich beseitigt werden – Das meint der Begriff „sortenrein„, der hier schon gefallen ist. Die Aufbereitung solcher verunreinigten Teile ermöglichen spezielle Extrudermodule in denen eine Hochvakuum-Absaugung stattfindet. Je nach Art der Verunreinigung kommen dabei verschiedene Filtersysteme zum Einsatz.

    Nach der sortenreinen und sauberen Verarbeitung kommt es zur werkstofflichen Verwertung; Dabei handelt es sich um ein mechanisches Verfahren, bei dem die Kunststoffe sortiert, zerkleinert, und gewaschen werden. Eine „saubere“ Arbeit ist hier absolut notwendig, damit bei der Herstellung der Recompounds kein Qualitätsverlust stattfindet und die Recompounds nicht nur für technisch weniger anspruchsvolle Sekundärprodukte verwendet werden können. Nicht selten werden die produzierten Recompounds für die gleichen Anwendungen genutzt, aus denen sie als Kunststoffabfall hervorgegangen sind.

    Kurze Begriffserklärung

    Recycling ist laut EG-Altfahrzeugrichtlinie „… die in einem Produktionsprozess erfolgende Wiederaufarbeitung der Abfallmaterialien für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke, jedoch mit Ausnahme der direkten energetischen Verwertung“.

    Energetische Verwertung ist laut EG-Altfahrzeugrichtlinie „… Verwendung von brennbarem Abfall zur Energieerzeugung durch direkte Verbrennung mit oder ohne Abfall anderer Art, aber mit Rückgewinnung der Wärme …“.

    (Quelle: Wikipedia)

    Recompounds entstehen also durch Recyclingprozesse von Kunststoffabfällen. Je nachdem, um welche Abfallströme es sich handelt, kommen beim Recycling verschiedene Anwendungen zum Einsatz. Für alle Herstellungsprozesse von Recompounds gilt aber die gleiche goldene Regel: Um ein wirklich qualitativ hochwertiges Substitut zu Neuware zu erhalten, müssen die Reinigungs- und Recyclingprozesse mit äußester Sorgfalt durchgeführt werden.