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    Pa-compounds gibt es in unterschiedlichsten Zusammensetzungen

    Pa-compounds gibt es in unterschiedlichsten Zusammensetzungen

    Polyamide sind die wichtigsten technischen Werkstoffe, wenn es um die Verarbeitung von Kunststoffen geht. Die entscheidenden Vorteile von Polyamid sind dessen hohe Schlagzähigkeit, das sehr gute Gleit- und Reibverhalten, verbunden noch mit den hervorragenden thermischen Eigenschaften.

    Diese zugrundeliegenden positiven Werkstoffeigenschaften von Polyamid, verbindet die Aurora GmbH dann zu kundenoptimierten pa- Compounds.

    Compounds sind Mischungen von Polyamiden je nachdem mit Verarbeitungshilfsmitteln, Verstärkungsmitteln, Füllstoffen, Farbstoffen oder anderer Zusatzstoffe, zur Erfüllung ganz spezifischer Kundenanforderungen.

    Die in den Polyamid-Compounds eingearbeiteten Zusatzstoffe, ermöglichen dann einem mechanisch belasteten Bauteil eine noch bessere Steifigkeit, höhere mechanische Festigkeit sowie Wärmeformbeständigkeit.

    Aurora Kunststoffe GmbH, Max-Eyth-Str. 14-16, 74632 Neuenstein

    So funktioniert die Compoundiertechnik

    Die Compoundiertechnik setzt sich im Allgemeinen wie folgt zusammen:

    • aus einer Volumetrisch oder gravimetrisch arbeitenden Dosiertechnik
    • Fördertechnik gesehen, pneumatisch oder mechanisch
    • mit einem Extruder mit gleichsinnig rotierenden Doppelschnecken oder einem Ko-Kneter als modifizierter Einschneckenextruder
    • mit nachgeschalteter Stranggranulierung, Heißabschlag oder einer Unterwassergranulierung
    • anschließende Weiterförderung der Granulate in ein Fertigwarensilo
    • Abfüllung in bestimmte kg- Säcke, Oktabins oder Big-Bags

    Pa-compounds gibt es beispielsweise mit folgenden kundenspezifischen Ausrüstungen:

    • Glasfaserverstärkung
    • Glaskugelverstärkung
    • Hybridverstärkung aus Glasfasern oder Glaskugeln
    • Carbonfaserverstärkung
    • CNT
    • Elastomermodifikation
    • Flammschutz halogenhaltig
    • Flammschutz halogenfrei

    Die Aurora GmbH erstellt auch gerne Sonderrezepturen auf Anfrage  und macht ihnen ein individuelles Angebot für ihre pa-Compounds. 

    Welche Zusatzstoffe bewirken was?

    1. Ein Schlagzähmodifikator

    Durch die Einarbeitung eines sogenannten Schlagzähmodifikators, kann der Mangel des urtypischen Polyamides, hart und spröde im trockenen Zustand zu sein, gemindert oder gar ganz aufgehoben werden. Der Schlagzähmodifikator ist meist ein Polymer mit entsprechenden guten Schlagzäheigenschaften. Die so hergestellte Kombination zweier oder mehrerer Polymerer nennt man dann Blend.

    2. Die Glasfaserverstärkung

    Glasfaserverstärkte Polyamide zählen zu den technischen Kunststoffen die als Handelsprodukt den höchsten Anteil am Gesamtumsatz ausmachen. Glasfaserverstärkung nimmt man vor, um die Erhöhung der Dichte, der Härte, der Festigkeit, und der Wärmeformbeständigkeit zu erreichen.

    3. Die Füllung mit Glaskugeln

    Bei den glaskugelgefüllten Pa-compounds kommt es hauptsächlich auf die Formstabilisierung an. Glaskugeln haben Füllstoffcharakter aber im Gegensatz zu Glasfasern, keinen Verstärkungscharakter.

    4. Versetzung mit Flammschutzmitteln

    Flammschutzadditive in pa-compounds müssen zwischen 300 °C  und 360 °C aktiv werden, um den Verbrennungsprozeß tatsächlich zu unterbinden. Flammschutzadditive können physikalisch und / oder chemisch wirken. Für Polyamid finden hauptsächlich folgende Flammschutzmittel in der Praxis Anwendung:

    • Phosphorhaltige Addititve; wichtigster Vertreter dieser Gruppe ist der rote Phosphor
    • Halogenhaltige Additive; dazu zählen Brom- und Chlorhaltige Flammschutzmittel
    • Mineralien als Additive; das ist für pa-compounds hauptsächlich Magnesiumhydroxid

     

     

     

     

    Viele Einsatzgebiete für recycelte ABS Compounds

    Viele Einsatzgebiete für recycelte ABS Compounds

    Recycelte Kunststoffe aus Industrie und Handel sind ein kostengünstiger und wiederverwertbarer Werkstoff nach Maß. Durch vielfältige Variationen ihrer Zusammensetzung und Zusätze, entwickeln Kunststoffcompounds ein großes Spektrum an Eigenschaften. Dies soll hier ganz allgemein einmal alles kurz aufgeführt werden – Daneben erklärt der Text aber auch den besonderen Einsatz von ABS Compounds in der Automobilindustrie.

    ABS Compounds zeichnen sich besonders durch ihre hohe Wärmeformbeständigkeit aus, durch die hohe chemische Beständigkeit sowie durch gute Witterungsbeständigkeit. ABS Kunststoffe sind ausgezeichnet schweiß- und klebbar und auch sonst leicht bearbeitbar. ABS eignet sich auch besonders gut zum Beschichten mit Metallen und Polymeren; Dies macht es beispielsweise möglich, eine verchromte Oberfläche auf einem Kunststoffteil zu erhalten.

    Deutschlandweit spezialisiert auf die Herstellung verschiedener Compounds aus recycelten Kunststoffen hat sich die Aurora GmbH.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0,
    Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

    Die Eigenschaften von ABS Compounds im Überblick

    • hohe Oberflächenhärte
    • gute Schlagfestigkeit
    • kratzfeste und mattglänzende Oberflächen
    • gute Beständigkeit gegen wässrige Chemikalien
    • kann mit Methyl-Ethyl-Keton (MEK) geklebt werden
    • nicht beständig gegen Lösungsmittel
    • kann in beliebigen Farbgebungen produziert werden

    Typische allgemeine Anwendungsbereiche von ABS Compounds

    • ABS-Platten und Folien
    • Sichtteile
    • Gehäuse
    • Bauklötzer
    • Optik, Brillenfassungen

     

    Kunststoff-Einsatz im Auto

    Gerade in Autos findet man große Mengen von recyceltem Kunststoff, aus denen gut und gerne einige hundert Teile in Kraftfahrzeugen gefertigt werden. Dabei sind etwa drei Viertel der im Automobilbau verwendeten Kunststoffarten Polyurethan (PUR), Polyvinylchlorid (PVC) und eben Acryl-Butadien-Styrol (ABS).

    • Karosserieteile
    • Armaturenbrett
    • Kabel mit PVC-Ummantelung
    • Sitzbezüge
    • Lenkrad
    • Dichtungsmassen
    • Abdeckungen der Lichter aus Plexiglas
    • Gefäß für die Scheibenwaschanlageflüssigkeit
    • Reifen aus Gummi
    • Stoßstangen
    Darum ist der Einsatz von ABS im Auto so begehrt

    Aus ABS Compounds baut man in der Automobilindustrie hauptsächlich:

    • Verkleidungen
    • Konsolen
    • Instrumentengehäuse
    • Innen- und Außenspiegelverkleidungen
    • Bauteile von Heizungs- und Lüftungsanlagen.

    Da ABS Kunststoffe sich leicht galvanisieren lassen, verbergen sie sich auch oft hinter verchromten Kühlergrills und Zierleisten. Spoiler und Stoßstangen werden ebenfalls daraus gefertigt.

    Neben der Gewichtsersparnis bieten ABS– und andere Kunststoffe eine gute Korrosionsfreiheit, eine sicherheitsfördernde Nachgiebigkeit und eine nahezu unbegrenzte Formbarkeit. Zudem wirken sie geräuschdämpfend und bieten eine gute Wärmedämmung aufgrund ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit.

    Die Anwendungsgebiete von ABS Compounds sind also so vielfältig, weil die Eigenschaften des recycelten Kunststoffes es eben auch sind. Nicht nur in der Automobilindustrie kommen diese und andere Compoundformen sehr häufig zum Einsatz.

    Mahlgut entsteht aus vielen verschiedenen Kunststofftypen

    Mahlgut entsteht aus vielen verschiedenen Kunststofftypen

    Mahlanlagen sind in der Lage alle möglichen Kunststoffsorten– und typen einzumahlen. Die Kunststoffe werden beim Mahlprozess entstaubt, entmetallisiert und gesiebt; Bei diesen Prozessen werden alle störenden Faktoren für die Weiterverarbeitung als Mahlgut herausgefiltert.

    Das qualitativ sehr gute Mahlgut der Aurora GmbH entsteht vor allem durch das Kontrollieren und Sortieren der angelieferten Kunststoffabfälle. Dies geschieht kontinuirlich vor bzw. während des Mahlens. Daher kann auch ein vermischt angeliefertes Material sauber eingemahlt werden.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0

    Die Vielzahl an Kunststoffen und deren unterschiedliche Eigenschaften sind so umfangreich, dass eine komplette Auflistung in diesem Blogtext unmöglich ist. Im Folgenden werden deshalb vornehmlich die Kunststoffgruppen beschrieben, welche auch in anderen Blogtexten schon Behandlung erfuhren und welche hauptsächlich von der Aurora GmbH zu Mahlgut verarbeitet werden.

    Verschiedene Kunststofftypen und deren Eigenschaften

    1. Acryinitril-Butadien-Styrol, kurz: ABS

    ABS ist ein amorpher Thermoplast – Kunststoff, der gute mechanische Eigenschaften genauso wie eine gute Beständigkeit gegen Chemikalien mitbringt; So ist ABS – Kunststoffmahlgut für viele Kunden ein ideales kosteneffektives Material.

    Eigenschaften:

    • Einsatztemperaturbereich ca. -40 – +100 °C
    • Hohe Schlag-, Kerbschlag- und Kratzfestigkeit
    • Geringe elektrostatische Aufladung
    • Relativ geringe Wasseraufnahme
    • Geringe Spannungsrissbildung
    • Kann geklebt werden
    • Brennbar
    • Nicht beständig gegen Lösungsmittel, Benzol und konzentrierte Mineralsäuren
    • Leicht einzufärben
    • Geringes Gewicht
    • Ausgezeichnete Isolationseigenschaften

    Verwendung:

    Die weltweite Nachfrage nach ABS Kunststoffen dominieren Haushalts- und Konsumprodukte; So werden weit mehr als 50% der ABS – Produktion in Westeuropa von der Automobil- und Elektroindustrie verwendet.
    ABS eignet sich gut zum Beschichten mit Metallen – dem sogenanten Galvanisieren. Dieser Prozess macht es beispielsweise möglich, eine verchromte Oberfläche auf einem Kunststoffteil zu erhalten.
    Beispiele für den Einsatz von ABS sind:

    • thermogeformte Teile aus Platten und Folien
    • Automobil- und Elektronikteile
    • Motorradhelme
    • Spielzeug, zum Beispiel Lego-Bausteine
    • Gehäuse von Elektrogeräten und Computern
    • in der Möbelindustrie
    • Musikinstrumente, zum Beispiel Klarinetten- und Saxophon
    • in 3D-Druckern

    2.  Polyamid, kurz: PA

    In seiner Grundform ist PA ein milchig weißer thermoplastischer Kunststoff, der durch Einfärbungen in jeder erdenklichen Farbe erhältlich ist. PA lässt sich zudem sägen, bohren,fräsen, drehen, schleifen, polieren, verschweißen, lackieren und bedrucken.

    Eigenschaften:

    • Einsatztemperaturbereich ca. -40 – +80° C
    • Hohe Festigkeit, Zähigkeit und Abrieb- und Verschleißfestigkeit
    • Gute Beständigkeit gegenüber Chemikalien
    • Alterungsbeständig
    • Fast keine elektrostatische Aufladung
    • Gute Spannungsrissfestigkeit
    • Brennt tropfend
    • Nicht beständig gegen starke mineralische Säuren und Laugen
    • Nimmt etwas Wasser auf
    • Erhitztes PA ist nicht lebensmittelsicher
    • Verklebungen nicht sehr haltbar
    • Schlagzäh, abriebfest, schwingungsdämpfend
    • Verfügt über gute Gleit- und Notlaufeigenschaften

    Verwendung:

    PA findet vor allem Anwendung im Maschinenbau in Form von Zahnrädern, Lagern, Gleitelementen und Blasteilen. PA eignet sich auch besonders für Rohre, Leitungssysteme und Profile;
    Des weiteren für Fasern und Gewebe (wie Perlon oder Nylon).
    3. Polybutylenterephthalat, kurz: PBT

    PBT ist ein thermoplastischer teilkristalliner Kunststoff der Polyesterfamilie. Er hebt sich durch seine hohe Festigkeit, Steifigkeit und Formbeständigkeit bei Wärmeeinwirkung extrem hervor. Zudem zeigt PBT, wie die Polyester allgemein, sehr gute Reibungs- und Verschleißeigenschaften.

    Eigenschaften:

    • geringe Wasseraufnahme
    • gutes Gleitvermögen
    • hohe Verschleißfestigkeit
    • hohe Festigkeit und Steifigkeit
    • hohe Schlagzähigkeit
    • gute Zerspanbarkeit
    • gute Klebeigenschaften
    • gute Schweißbarkeit
    • gute Wärmealterungseigenschaften

    Verwendung:

    Für hochwertige und hochbelastbare technische Teile in vielen industriellen Bereichen im Innen, als auch im Außenbereich wird vornehmlich PBT eingesetzt.
    Im Maschinen- und Anlagenbau beispielsweise als:

    • Zahnräder
    • Hebel
    • Griffe
    • Steuerscheiben
    • Nocken
    • Lager
    • Gleitelemente
    • Ventilteile – Schrauben
    • Steckerleisten
    • Pumpengehäuse und Räder

    Teile für Haushaltsgeräte wie:

    • Kaffeemaschinen
    • Eierkocher
    • Toaster
    • Haartrockner
    • Staubsauger
    • Kochgeräte

    Herstellungsprozess von Compounds

    Herstellungsprozess von Compounds

     

    Nochmal zur Verinnerlichung: Als Compounds (engl. für Verbundstoff) werden Gemische aus sortenreinen Grundstoffen bezeichnet, denen zusätzliche Füll- und/oder Verstärkungsstoffe sowie andere Additive beigemischt worden sind.

    Das haben wir nun bereits einige Male erörtert – Zeit, sich in diesem Artikel mal dem Herstellungsverfahren solcher Compounds etwas eingehender zu widmen:
    Der Compoundierung – Etabliert hat sich deutschlandweit auf diesem Gebiet, also in der Herstellung spezifischer Kunden – Compounds, die baden – württembergische Aurora GmbH.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0, Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

     

    Der Herstellungsprozess von Compounds – Die Compoundierung

     

    Wie gesagt, es gibt den sortenreinen Grundstoff auf der einen Seite; Im Fall der Aurora GmbH den sortenreinen Kunststoff(abfall), und die entsprechenden Zusatzstoffe, welche im Herstellungsprozess beigemischt werden sollen.

    Diese Additive liegen in Form von Pulvern oder Flüssigkeiten vor. Eine Lösung der einzelnen Grundstoffe untereinander findet bei der Compoundierung nicht statt; Ziel ist es, die Eigenschaften der Grundstoffe auf einen bestimmten Anwendungsfall hin zu modifizieren.
    Eine besondere Herausforderung ist es dabei, über die Zeit eine mögliche Entmischung des Compounds zu vermeiden.

    In der Regel werden in einem sogenannten Doppelschnecken – Extruder, die Polymere, Fasern und die Additive zu einer homogenen Mischung verbunden. Der Doppelschnecken-Extruder ist mit einem Haupteinzug und Seiteneinzügen ausgestattet, welche so konstruiert sind, das die Zusatzstoffe stromabwärts in das bereits plastifizierte Polymer „fliessen“ und eingemischt werden können.

    Die Hauptkomponenten, also die Polymere, sowie Teile der Nebenkomponenten, die Additive, können mit Hilfe von Dosiergeräten zum Einen dem Haupteinzug zugeführt werden; Zum Anderen werden die Additive über weitere Dosiergeräte an den Seiteneinzügen dem Extruder zugeführt.

    Das homogen gemischte Compound wird anschliessend mittels sogenannter Strang-, Wasserring- oder Unterwassergranulierung zu dem Endprodukt, dem Granulat, verfestigt. Diese Granulate werden dann in einen Silo – Mischer befördert, wo das bereits compoundierte Material nochmals vor der Verpackung gemischt wird.

    Mit den entsprechenden Additiven entstehen…

    1. Füllstoff – Compounds

    Typische Endprodukte in denen Füllstoff – Compounds eingesetzt werden sind:

    •  Konsumartikel
    • Gartenmöbel
    • Haushaltsgeräte
    • Teile für die Automobilindustrie (z.B. in der Geräuschdämmung)

    Typische Materialien aus denen Füllstoff – Compounds hergesellt werden sind:
    PE, PP, PS, PVC, ABS, POM, PC, Füllstoffe, Additive, Farb – Masterbatches
    2. Faserverstärkte Compounds

    Typische Endprodukte in denen faserverstärkte Compounds eingesetzt werden sind:

    •  Teile für die Automobilindustrie
    • elektrische Stecker
    • Elektro – Gehäuse
    • Technische Bauteile

    Typische Materialien aus denen faserverstärkte Compounds hergestellt werden sind:
    PBT, PP, PA 6.6, Additive wie „schwer entlammbar“, Glasfasern, Füllstoffe

    Mahlgut & Regranulat von Aurora sind deutschlandweit gefragt

    Mahlgut & Regranulat von Aurora sind deutschlandweit gefragt

    Mahlgut & Regranulat aus recycelten Kunststoffabfällen von Industrie und Handel sind heutzutage eine echte Alternative zu Neuware; Vorausgesezt natürlich, die Qualität der Aufbereitung stimmt und entsprechende individuelle, kundenspezifische Compounds sind machbar.
    Die Nachfrage, vor allem von Kunden aus dem Umfeld der Automobilindustrie, nach hochwertigem Mahlgut & Regranulat entwickelte sich in letzter Zeit immer rasanter.
    Die Aurora Kunststoffe GmbH mit Sitz im baden-württembergischen Neuenstein, hat sich deutschlandweit als Hersteller hochwertiger Kunststoff – Mahlgüter etabliert. Ebenso spezialisiert ist die Firma in der Aufbereitung sortenreinen Mahlgutes zu hochwertigem Regranulat.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0,

     

    Warum Mahlgut?

    Kunststoff – Mahlgut, das hergestellt wird aus Ausschüssen der Kunststoffindustrie, kann bei vielen Fertigungssprozessen wieder ohne Probleme zum Einsatz kommen. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine fachgerechte Aufbereitung des Ausgangsmaterials zu einem sauberen und damit gleichwertigem Sekundär – Rohstoff.
    Das Kunststoff – Mahlgut hat dabei nicht nur den Vorteil eines kostengünstigeren Substitutes; Es ist zudem direkt, also schnell in der Produktion wieder einsetzbar und reduziert ebenso das Transportvolumen.

    Warum Regranulat?

    Bei Kunststoff – Regranulat, wie bereits aus dem Namen ersichtlich wird, handelt es sich um eine Form von Granulat; Also einer Form ähnlich wie Sand oder Kies, was den Transport des Granulats vereinfacht. Das Kunststoffgranulat, oder in unserem Fall auch das Rohmaterial, ist die ursprüngliche und auch typische Form eines thermoplastischen Kunststoffs. Das Regranulat ist dann wiederum ein recyceltes Produkt aus einem solchen thermoplastischen Kunststoff. Dieses Regranulat besitzt die selben Eigenschaften wie das Granulat.

    Wie wird aus Mahlgut schliesslich Regranulat?

    Ausgangsmaterial für das sogenannte „Regranulieren„, ist sortenreines Mahlgut. Dieses wird in den betriebseigenen Mühlen aus sauberem Kunststoff – Ausschuss hergestellt.
    Das entstaubte und metallfreie Mahlgut schmilzt ein sogenannter Compounder, eine gleichlaufende Doppelschneckenmaschine, zunächst auf. Anschließend wird die Schmelze homogenisiert und wenn noetig noch entgast. Durch diese Arbeitsweise weist das Regranulat letztendlich ebenso gute mechanische Eigenschaften auf, wie der jeweilige Ausgangskunststoff.

    Aurora – Konzepte und Produkte sind gefragt

    Wie eingangs bereits erwähnt, hat sich die Aurora GmbH deutschlandweit fest etabliert in der Aufbereitung von Kunststoffabfällen. Das haben auch andere Unternehmen längst erkannt und wollen von dem erfolgreichen Konzept profitieren. Somit kam es auch erst kürzlich, nämlich im Juli diesen Jahres, zu einer grossen Kooperation zwischen der K.D. Feddersen in Hamburg, und ihre Schwesterfirma Akro Plastic in Niederzissen, mit der Aurora GmbH.

    Im Besonderen ergänzen die Unternehmen ihr eigenes Portfolio an technischen Kunststoffen und Dienstleistungen, um das spezielle Entsorgungskonzept von Aurora: Die baden-württembergische Firma soll zukünftlich den Feddersen – Kunden individuelle, auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Entsorgungs- und Logistikkonzepte anbieten.

    Das von Aurora entwickelte „Lean-Logistik-Konzept“ basiert auf der sortenreinen Sammlung der Kunststoffabfälle, wofür Aurora den Kunden ein spezielles Boxensystem zur Verfügung stellt.

    Die damit erfassten Mengen werden nach Vereinbarung abgeholt; Die Aufbereitung und Verarbeitung der Produkte leistet Aurora anschliessend dann an verschiedenen deutschen Standorten.

    Der Kunde kann letztendlich, seine eigenen Produktionsausschüsse als spezifiziertes und sortenreines Mahlgut & Regranulat wieder zurückerhalten, und diese in seinen Produktionsprozess zurückführen.

    PA – Compounds; Zusatzstoffe verstärken bereits gute Eigenschaften

    PA – Compounds; Zusatzstoffe verstärken bereits gute Eigenschaften

    Im allgemeinen sind Compounds „Mischungen“ (aus dem englischen) von Polymeren mit Verarbeitungshilfsmitteln, Verstärkungsmitteln, Füllstoffen, Farbstoffen und anderer Zusatzstoffe. Sie erfüllen allgemeine technische Anforderungen oder haben spezifische singuläre Eigenschaften für spezielle Anwendungen.

    Ein PA–Compound (kurz für Polyamid Compound) ist ein Compound, in dem das Polymer „Polyamid“ vorhanden ist. Dieses Compound kann dann also beispielsweise sein:

    •  Polyamid und Füllstoff
    • Polyamid und Verstärkungsmittel
    • Polyamid und Farben, Verstärkungsmittel, Füllstoff und anderes

    Deutschlandweit speziallisiert auf die Herstellung solcher kundenspezifischen PA – Compounds hat sich die Aurora Kunststoffe GmbH in Baden – Württemberg.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0
     

    Allgemeine Eigenschaften der Polyamide

    Polyamide sind sehr hart und je nach Typ mehr oder weniger spröde.

    Das Verschleißverhalten der Polyamide ist sehr gut, sie sind recht unempfindlich gegen Verschmutzung und auch besonders chemikalienresistent. So sind Polyamide beständig gegen Lösungsmittel, Öle, Fette, Kraftstoffe, schwache alkalische Lösungen und auch kochendes Wasser.

    Natürliche Farbstoffe wie Tee, Kaffee oder Fruchtsäfte können Polyamide verfärben.

    Ihre elektrischen Eigenschaften verschlechtern sich genauso wie ihre mechanischen jedoch stark mit zunehmender Temperatur und zunehmendem Wassergehalt. Bei längerem Einsatz unter Temperaturen oberhalb 100 °C oder beim Außeneinsatz müssen Polyamide dementsprechend stabilisiert werden.

    Polyamide sind schweißbar, lassen sich mit Spezialklebstoffen verkleben und sind im allgemeinen gut zu bearbeiten.

     

    Spezielle Eigenschaften der Polyamid – Compounds

    Polyamide zählen zu den wichtigsten Werkstoffen für die Kunststoffverarbeitung.

    Die Hauptvorteile von Polyamid – Compounds sind ihre hohe Schlagzähigkeit, ihr sehr gutes Gleit- und Reibverhalten sowie ihre hervorragenden thermischen Eigenschaften.

    Die in Polyamid – Compounds eingearbeiteten Verstärkungen in Form von Glas- oder Carbonfasern, ermöglichen dem mechanisch belasteten Bauteil eine bessere Steifigkeit, höhere mechanische Festigkeit und Wärmeformbeständigkeit.

    Beispiele für kundenspezifische Ausrüstungen von Polyamid – Compounds:

    •  Glasfaserverstärkung
    • Glaskugelverstärkung
    • Hybridverstärkung
    • Carbonfaserverstärkung
    • Elastomermodifikation
    • Flammschutz

    Einsatzgebiete der Polyamid – Compounds

    1. Technische Baueile wie

    • Lager
    • Zahnräder
    • Rollen
    • Schrauben
    • Dichtungen
    • Fittings
    • Gehäuse
    • Pumpenteile
    • Spulen
    • Vergaserteile
    • Ansaugkrümmer für Verbrennungsmotoren
    • Ventilatoren

    2. Teile für Haushaltsgeräte und Verbrauchsgüter

    3. Extrudierte Halbzeuge wie

    •  Stangen
    • Rohre
    • Schläuche
    • Platten
    • Kabelummantelungen
    • Skischuhe
    • Schuhsohlen
    • Membranen
    • Folien
    • Verpackungen
    • Fasern
    • Borsten
    • Angelleinen

    Abs compounds ermöglichen Innovationen in den unterschiedlichsten Bereichen

    Abs compounds ermöglichen Innovationen in den unterschiedlichsten Bereichen

    abs compoundWas Compounds, oder im speziellen abs-compounds sind, wurde in vorangegangenen Blogartikeln bereits mehrfach eingehend erklärt. Nur noch mal kurz zum Verständnis:
    Als Compound (engl. für Zusammensetzung) werden Gemische aus sortenreinen Grundstoffen bezeichnet; Im Fall der Aurora GmbH handelt es sich um Verbundsstoffe aus sortenreinen Kunststoffen. Denen können die unterschiedlichsten Additive zugesetzt werden, um den Grundstoff auf einen bestimmten Einsatz hin zu modifizieren.

    Die Produktion solcher Compounds, wie es unter anderem auch die Aurora Kunstoff GmbH betreibt, dient dem Umweltschutz zum einen durch das Recycling und Wiederverwenden von Industrieabfällen; Zum anderen aber auch durch die ressourcenschonende Bereitstellung einer kostengünstigen Alternative zur Neuware.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0,
    Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

    Dieser Artikel soll nun ganz speziell an drei Beispielen einmal aufzeigen, wie abs-compounds in der Industrie eingesetzt werden und vor allem bestehende technische Möglichkeiten verbessern und sogar erweitern.

    Abs-compound ermöglicht immer schmalere Fernsehergehäuse

    Lange Zeit konnten die Designer keine schmalen Fernsehergehäuse entwickeln, welche aber von den heutigen Verbrauchern gefordert werden. Die Gehäuse mussten vor allem hitzebeständig sein, was aber Abstriche einforderte bei der ebenso wichtigen Fließeigenschaft des Produkts.

    Mit der Entwicklung eines speziellen abs-compounds wurde eine innovative Lösung entwickelt, welche einen Kompromiss zwischen Hitzebeständigkeit und Fließeigenschaft schaffte.
    Das spezielle abs-compound ist besonders für schmalere Fernseher mit hoher Hitzebeständigkeit wie beispielsweise LED-Fernseher geeignet. Zusätzlich zu einem neuen Höchstwert an Hitzebeständigkeit, bietet das Compound eine hohe Fließeigenschaft mit guten mechanischen Eigenschaften.

    Diese einzigartige Kombination ermöglichte erst dem Trend zu folgen, immer schmalere Fernsehern mit schöner Optik zu relativ geringen Kosten zu bauen.

    abs-compounds als Werkstoff für Trinkwasserkontaktanwendungen

    Kunststoffteile, welche mit Trinkwasser in Berührung kommen, müssen natürlich einer Vielzahl von Anforderungen gerecht werden. Nicht nur, dass das entsprechende Bauteil wie gewohnt alle nötigen technischen Eigenschaften erfüllt; Im Zusammenhang mit Trinkwasserkontakt darf die
    Eignung des Trinkwassers zudem nicht beeinflusst werden.

    Daher ist die Entwicklung eines Kunststoffprodukts für den Trinkwasserkontakt keinesfalls reine Formsache, sondern stellt extrem hohe Anforderungen an die Zusammensetzung, die Herstellung und die Verarbeitung des eingesetzten Kunststoffs.

    Inzwischen gibt es auch für diesen Bereich vielfältige technische Materiallösungen in Zusammenhang mit abs-compounds, welche auf diese spezielle Anwendung hin genau zugeschnitten sind.
    So werden für den Trinkwasserkontakt geeignete Compounds mit Füllstoffen und speziellen Additiven zu einem optimalen Werkstoff kombiniert. Auch die Farbe des Compounds kann individuell auf die Wünsche des jeweiligen Kunden eingestellt werden, ohne die
    Trinkwassereignung negativ zu beeinflussen.

    abs-compounds als Grundlage für gesunde Luft

    Abs-compounds als elektrisch leitfähige Kunstoffe, sind seit geraumer Zeit die Innovation schlecht hin für die Klimatisierung von Räumen. So sind diese speziellen Compounds inzwischen unverzichtbare Bestandteile bei der Entwicklung von Luftschächten.

    Auf Grund ihrer von Natur aus isolierenden Eigenschaften sind herkömmliche Kunststoffe als innere Oberflächen in Ventilationssystemen ungeeignet. Um dieses Problem zu lösen, wurde ein Lüftungsschacht entwickelt, welcher innen mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung
    versehen ist, um so statische Elektrizität zu vermeiden. In Kombination mit einer extrem glatten Oberfläche wird der Aufbau von Staub und anderen Verunreinigungen innerhalb des Lüftungsschachtes verhindert und auch die Reinigung des Systems erheblich erleichtert.

    Ergo:  Die durchgeleitete Luft ist sauberer und hygienischer.

    Das Lüftungssystem aus Kunststoff ist zudem eine kostengünstige Lösung denn es ist wesentlich elastischer und haltbarer als korrosionsanfällige Metallelemente.
    Durch das elektrisch leitfähige Compound, kommt es ausserdem zur Optimierung des Luftstroms und einer geringeren Geräuschentwicklung wegen der extrem glatten Oberfläche.

    Beispiele für fortschrittlichen Recompound

    Beispiele für fortschrittlichen Recompound

    Recompounds sind eine kostengünstige Recycling – Alternative zu Neuware. Sie werden speziell auf Kunden – Anforderungen abgestimmt und aus sortenreinen Produktionsrückständen oder sortenreinen, gebrauchten Kunststoffen gefertigt. Die Rezepturen werden individuell auf die spezifischen Produktionsbedingungen abgestimmt.
    So lassen sich aus Recompounds anspruchsvolle Bauteile fertigen – zum Beispiel bieten sie der Automobilindustrie zahlreiche verschiedene Möglichkeiten. Das Spektrum beginnt bei aufbereiteten Standardkunststoffen und reicht bis zu multifunktionalen Hochleistungscompounds. Recompounds bieten zudem durch Zugabe von Additiven, zum Beispiel Stabilisatoren, Pigmenten, Flammschutzmitteln oder Fließverbesserern, maßgeschneiderte Eigenschaftskombinationen.
    Deutschlandweit etabliert in der Herstellung solcher Recompounds hat sich die Aurora GmbH.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0, Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

    Fortschrittliche Beispiele für den Einsatz von Recompounds

    Die Zylinderkopfhaube für Volkswagen

    Der neue, laut Hersteller erstmals in Europa eingesetzte Werkstoff besteht komplett aus Recompounds. Aus aufbereitetem Recyclingkunststoff entstand die Zylinderkopfhaube für die 3,2- und 3,6-Liter-V6-FSI-Motoren von Volkswagen. Der Recyclingkunststoff ist Kunststoffen aus Neugranulat qualitativ ebenbürtig – das gilt generell für Recompounds. Die neue Zylinderkopfhaube zeichnet sich darum also durch Umweltfreundlichkeit aus – auch das gilt generell für Recompounds.  Laut Hersteller bietet die Zylinderkopfhaube durch entsprechende Additive zugleich eine deutlich reduzierte Verzugsneigung und somit verbesserte Dichtheit.
    Im Motorraum standen der Verwendung von Recyclingkunststoffen bisher die hohen Anforderungen an die Hitze- und Säurebeständigkeit entgegen, die nun erfüllt werden. Das Material setzt sich aus Polyamidfasern zusammen, die tatsächlich aus Teppichresten stammen. Der Hersteller setzt diese Materialien bereits seit mehr als zehn Jahren ein, beispielsweise bei Luftfiltergehäusen.

    Laser statt Etikett

    Ein weiteres aktuelles Beispiel für eine kundenspezifische Recompoundierung stammt aus der Familie der PP Recompounds. Hier setzte ein Automobilzulieferer einen speziellen Typ für ein Bauteil im Motorraum ein und entschied sich, die Formteile per Laser zu beschriften, statt sie mit den üblichen Haftetiketten zu kennzeichnen. Die bisher eingesetzte Technik lieferte allerdings unbefriedigende Ergebnisse hinsichtlich Kontrast und Kantenschärfe. Durch Verwendung von lasersensitiven Additiven wurde nun die Rezeptur modifiziert und entsprechend verbessert. Der neue, modifizierte PP Recompound liefert jetzt kontrastreiche, scharf abgegrenzte Markierungen sowie einen steuerbaren Farbwechsel.

    Ein kleiner Compound hat grossen Anteil am Umweltschutz

    Ein kleiner Compound hat grossen Anteil am Umweltschutz

    Compounds sind Gemische aus sortenreinen Grundstoffen – in unserem Fall: sortenreine Kunststoffe, – denen zusätzliche Additive beigemischt worden sind. Der Herstellungsprozess von Compounds, nennt sich Compoundierung, wobei sich das jeweilige Endprodukt spezifisch nach den gewünschten Eigenschaften des späteren Bauteils herstellen lässt:

    • So können die mechanischen Eigenschaften des Grundstoffes verändert werden;
    • Über die Zugabe von Pigmenten beispielsweise kann eine vom Kunden gewünschte Farbeinstellung hergestellt werden;
    • Durch die Zugabe von Flammschutzmitteln kann verhindert werden, dass sich die von Natur aus sonst leicht entzündliche Kunstoffe, entzünden und
    • Es kann eine Zugabe von Stabilisatoren erfolgen.

    Deutschlandweit spezialisiert auf die Herstellung von kundenspezifischen Kunststoffcompounds hat sich die baden-württembergische Aurora GmbH. Und mit der Herstellung von Compounds als Form des Kunststoffrecyclings trägt das Unternehmen einen grossen Anteil zum Umweltschutz bei.

     

    Das Problem mit dem Kunststoff

    Kunststoffe werden zumeist durch chemische Verfahren aus natürlichen Rohstoffen wie Erdöl, Kohle, Erdgas oder auch aus nachwachsenden Pflanzen hergestellt. Das sind alles fossile Rohstoffe, was heißt, sie stehen uns nicht unbegrenzt dauerhaft zur Verfügung. Das ist der erste Grund, was ein Recycling und damit Wiederverwerten der Kunststoffe sinnvoll macht.

    Desweiteren sind viele Kunststoffe gegen Umwelteinflüsse und biologische Abbauprozesse äußerst widerstandsfähig, was heist, sie werden von der Natur nicht mehr „zurückgenommen“ und können diese daher nachhaltig schädigen – Der zweite Grund dafür, Kunststoffabfälle zu recyceln und wiederzuverwerten.

     

    Wie wird sortenreiner Kunststoff wiederverwertet?

    Am besten lassen sich Kunststoffabfälle zu neuen Produkten recyceln, wenn sie sortenrein anfallen, also als reine Polyamide, Polyethylene, usw. Sortenreiner Kunststoffabfall hat als Werkstoff nicht nur die gleiche Wertigkeit wie Neuware; Sondern kann wie eingangs erwähnt durch die Herstellung von Compounds und Zugabe von speziellen Additiven, noch optimiert werden.

    Aus Styropor, wohl jedem als Verpackungsmaterial bekannt, lassen sich beispielsweise Kugelschreiber, Handyschalen oder Taschenrechner – Gehäuse fertigen. CDs, die hauptsächlich aus Polycarbonat bestehen, lassen sich zu Computer- und Bildschirmgehäusen verarbeiten. PET-Flaschen werden nicht ausschließlich nur zu Textilfasern umgeschmolzen; ein Teil dieses Kunststoffabfalls wird wieder zur Flaschenherstellung genutzt; und in ganz aussergewöhnlichen Recyclingprojekten wird der Plastikmüll zu Hohlformen gegossen und wieder als Baustoff verwendet.

     

    Beschluss des Europäischen Parlaments im Januar 2014

    Das Parlament hat sich Anfang diesen Jahres eingehend mit dem großen Problem der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll beschäftigt und hat aufgezeigt, wie wir in Zukunft damit umgehen müssen: Schlechte Gewohnheiten ändern und Verantwortung für unsere Erzeugnisse übernehmen; Und zwar von der Herstellung bis zur Entsorgung! Indem jeder Einzelne die Produkte verantwortungsbewusst verwendet und wir diese so oft wie möglich wiederverwerten, schaffen wir den Übergang zu einer „Kreislaufwirtschaft„. So halten wir nicht nur unsere Umwelt sauberer, sondern schaffen in der Recyclingbranche sogar zusätzliche Arbeitsplätze.

    Die Abgeordneten schlagen demnach vor, verbindliche Ziele für die Sammlung – und Sortierung von Kunststoffabfällen auf EU-Ebene vorzuschreiben. Die Kriterien für das Sammeln, Sortieren und Recyceln sollen unter gleichen Wettbewerbsbedingungen eingeführt werden; so dass eine Wiederaufbereitung von Kunststoffabfällen schlichtweg einfacher und damit attraktiver für die Unternemen gemacht wird.

    Mahlgut – Kunststoffabfälle aufbereitet für Industrie und Produktion

    Mahlgut – Kunststoffabfälle aufbereitet für Industrie und Produktion

    Mahlgut bezeichnet in diesem Fall „zermahlte“ bzw. „zerkleinerte“ Kunststoffabfälle aus der Industrie und Produktion. Diese Kunststoffabfälle werden überwiegend zu Ballen gepresst in den sogenannten Mahlzentren angeliefert. Dort werden sie zunächst sortiert, und gesäubert; was heist, das Verunreinigungen oder Fremdstoffe, welche den Aufbereitungsprozeß stören, entnommen werden. Danach folgen die zum Teil mehrstufigen Zerkleinerungen zu Mahlgut in einigen Wasch-, Reinigungs- und Trennprozessen. Anschließend wird das saubere KunststoffMahlgut entstaubt und mechanisch getrocknet, bevor es in entsprechende Packstücke abgefüllt wird.
    Die Aurora Kunststoffe GmbH mit Sitz im baden-würrtembergischen Neuenstein, hat sich deutschlandweit als Hersteller hochwertiger KunststoffMahlgüter etabliert und fertigt Mahlgut in angegebenen Wunschgrößen.

    Aurora Kunststoffe GmbH, 74632 Neuenstein, Tel: 07942/9142-0, Web:http://www.aurora-kunststoffe.de

    Mit der Herstellung solcher Kunststoff – Mahlgüter ist es möglich, aus zuvor nicht genutzten Abfällen ein hochwertiges Produkt für die werkstoffliche Wiederverwendung zu produzieren, denn das KunststoffMahlgut kann in der Industrie als kostengünstiges und umweltschonendes Substitut für Neuware verarbeitet werden.

    Wie wird Mahlgut hergestellt?

    In sogenannten Prallmühlen; oder auch Schlagrotormühlen genannt, wird das Mahlgut durch Ein- oder Mehrfachprallung zerkleinert, indem es von den sehr schnell drehenden Mahlwerkzeugen erfasst und zwischen den Mühlsteinen zerrieben wird. Der Rotor sitzt mittig auf einer Welle; wobei man Mühlen mit gegenläufigen Rotoren, mit Rotor und Stator oder nur mit einem Rotor unterscheidet. In dem „Mahlraum“ sitzt ein sogenanntes Ringsieb, dessen Lochweite über die spätere Feinheit des Materials bestimmt; üblicherweise wird Mahlgut in folgenden Feinheisgraden produziert:

    • Feinmahlgut: 0,2 bis 1 mm
    • Mahlgut: 5 bis 8 mm
    • Grobmahlgut: 25 bis 35 mm
    • Sonderkorngrößen

    Bei den Schlagrotormühlen gibt es je nach Gebrauch verschiedene Ausführungen, die sich durch die Drehzahlen des Rotors unterscheiden, welche zwischen 3000 und über 8000 Umdrehungen pro Minute liegen können.

    Wie wird recycelter Kunststoff wiederverwendet?

    KunststoffMahlgut, hergestellt aus Ausschüssen der Kunststoffindustrie, kann bei vielen Fertigungssprozessen durchaus ohne Probleme wieder zum Einsatz kommen. Voraussetzung hierfür ist natürlich die fachgerechte Aufbereitung des Ausgangsmaterials zu einem sauberen gleichwertigem Sekundär – Rohstoff.
    Das KunststoffMahlgut hat nicht nur den Vorteil eines kostengünstigeren Substitutes; es ist direkt und schnell in der Produktion wieder einsetzbar und reduziert zudem das  Transportvolumen.

    Beispiele für den üblichen Einsatz von Kunststoff – Mahlgütern sind vor allem die Elektronikbranche, die Automobilbranche, der Haushalts- und Sanitärbereich und auch die Verpackungsindustrie.

    Es gibt aber auch ganz neuartige und moderne Einsatzgebiete von recyceltem Kunststoff:

    So wird zum Beispiel seit kurzem sogar die Entwicklung neuer Bahnschwellen aus recyceltem Kunststoff zur Ressourcenschonung durch das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums gefördert.
    Die noch derzeitig verwendeten Schwellen werden meist aus Holz oder Beton gefertigt, wobei einerseits die Holzschwellen mit Holzschutzmitteln behandelt werden, welche die Umwelt schädigen und daher ab 2018 sogar verboten sind.
    Andererseits ist im Vergleich zu den bisherigen Betonschwellen, die Herstellung der neuen Kunststoffschwellen, mit deutlich weniger Energieverbrauch verbunden. Zusätzlich zur Ressourcenschonung und der Minderung des Energieverbrauchs gegenüber der jetzigen Bauweise, kann durch die neuen Kunststoffschwellen zudem eine Lärmminderung im Bahnverkehr verzeichnet werden.

    In einem ganz aussergewöhnlichem Projekt zur Wiederverwertung von Kunststoffabfall, entwickelte der taiwanesische Architekt Arthur Huang ein Verfahren, in dem Plastikmüll zu Hohlformen gegossen wird, die sich so wieder als Baustoff verwenden lassen. In Taiwan wird dieser Baustoff schon als zukunftsweisend betrachtet und steht auch in Europa kurz vor der Einführung.
    Huang recycelt alte Plastikflaschen sowie anderen Plastikmüll vornehmlich aus PET und ließ diese zu neuen, mit Luft gefüllten und durchscheinenden Hohlformen gießen, welche ein Fassungsvermögen von etwa acht Litern besitzen.
    Die Wände des EcoArk“-Gebäudes in Taipeh bestehen aus ca. 1,5 Millionen dieser Formen.